College Series 2009

Endrundenergebnis: Vizemeister

 

1. Spieltag (04.07., Gruppe B)
München - Düsseldorf 5:1
Mainz - Dortmund 14:4
Mainz - München 15:7
Düsseldorf - Dortmund 13:12
Düsseldorf - Mainz 15:3
Dortmund - München 14:19

 

 

 

2. Spieltag (05.07., Halbfinale)
Münster - München 5:1
Düsseldorf - Erlangen 17:15
 

Saisonergebnis: 10 Siege, 2 Niederlagen, Tabellenplatz 1

 

1. Spieltag (03.05., Aachen)
Aachen - Düsseldorf 7:16
Dortmund - Bonn 11:10
Aachen - Dortmund 17:16
Bonn - Düsseldorf 11:1
Aachen - Bonn 7:17
Düsseldorf - Dortmund 13:3

 

2. Spieltag (23.05., Bonn)
Bonn - Karlsruhe 25:0
Marburg - Düsseldorf 10:23 
Bonn - Marburg 8:7
Düsseldorf - Karlsruhe 31:0
Bonn - Düsseldorf 7:12
Karlsruhe - Marburg 6:25

 

 

 

3. Spieltag (06.06., Düsseldorf)
Düsseldorf - Gießen 11:2
Aachen - Paderborn 16:15
Düsseldorf - Aachen 21:4
Paderborn - Gießen 15:3
Düsseldorf - Paderborn 20:5
Gießen - Aachen 2:19

 

4. Spieltag (20.06., München)
München - Erlangen 4:3
Düsseldorf - Mainz 15:5
München - Düsseldorf 5:8
Mainz - Erlangen 3:14
München - Mainz 13:14
Erlangen - Düsseldorf 13:3
 

Weitere Ergebnisse und Tabellen gibt es auf der College-Series-Home-Page.

Spielberichte

Turnierbericht: College Series Endrunde auf der NATO Air Base Geilenkirchen, 4.+5. Juli 2009

Ein neues Jahr, ein altes Ziel: auch in diesem Jahr wollten die Dead Sox mit der maximalen Anzahl von Spielen die Saison abschließen, dazu war bei der Endrunde auf für die meisten Sox neuem Terrain der Halbfinaleinzug nötig. Andi und Thomas hatten dabei die Qual der Wahl aus 17 Spielern, die dieses Ziel erreichen wollten, nämlich unseren Neulingen Sabine, Nils, Jocelyn und Patrick, den Sophomores Dominic, Mo und Shung Chung und den erfahrenen Kräften Yvi, Kirsten, Sascha, Sok, Jensä, Roland, Christoph sowie unserem Rückkehrer Jens. Es fehlten aus studentischen Grüßen Freddy und Adrian, dafür wurde unser Team durch unsere Fans Verena, Martina, Sonja, Felix, Mic und Claus verstärkt.

In dieser Besetzung wollten wir zunächst einmal unsere Vorrundengruppe erfolgreich gestalten, die aus uns, den Munich Krasshoppers, den Mainz Sputniks und den Dortmund Dragons bestand. Alle diese Teams hatten wir im Laufe der Saison besiegt, so dass Optimismus herrschte, unser Minimalziel zu erreichen.



1. Spiel: Dead Sox at Munich Krasshoppers: 1-5

Die Krasshoppers aus München mit ihrem Raketenwerfer Marco sind sicherlich einer der unangenehmsten Auftaktgegner in einer Endrunde, denn man muss sich wirklich jeden kleinen Run mühsam erarbeiten, auf Fehler der Defense braucht man bei München jedenfalls gar nicht erst zu hoffen. Dennoch hofften wir auf einen guten Start, leider kam es aber anders. Die ersten sechs Batter schafften es nicht, auf Base zu kommen, glücklicherweise galt das aber auch für die Münchener. Im dritten Inning tat sich dann endlich ein wenig auf den Bases, Thomas konnte den ersten Hit und nach Yvis Single auch den ersten Run verbuchen. München brachte gegen Jens weiterhin wenig zustande und wir hofften, unseren Vorsprung ausbauen zu können. Leider kam es aber anders, im vierten und sechsten Inning gelangen München 5 Runs, auf die unsere Offense keine Antwort mehr parat hatte und somit fanden wir uns bei schon brütenden Temperaturen mit dem Rücken zur Wand wieder.


2. Spiel: Dead Sox vs. Dortmund Dragons: 13-12

Dortmund Dragons hießen unsere nächsten Gegner und die Wetten für ein actionreiches Spiel standen gut, denn die Dragons boten die zweitbeste Offense der Vorrunde auf, während wir die beste Defense aber auch den drittbesten Angriff vorweisen konnten. Für unsere Verteidigung interessierten sich die Dragons aber offenbar nicht sonderlich, stattdessen begannen sie gegen Yvis an sich starkes Pitching mit Volldampf und schenkten uns erstmal sechs Runs ein. Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt, aber nun hieß es zurückzuschlagen und zum Glück gelang das auch recht gut, zumal Dortmund einem Rookie den Mound anvertraut hatte und auch in der Offense zunehmend schlechter gegen Yvi und später Jensä aussah. Es dauerte aber bis zum Ende des dritten Innings, bis wir uns durch einen Homer von Andi eine Führung von einem Punkt erkämpft hatten. Diese konnte Dortmund zwar ausgleichen, aber ab diesem Zeitpunkt gelang es den Dragons nicht mehr, über ein Unentschieden hinauszukommen, das wir im Nachschlag jeweils wieder in eine Führung umwandeln konnten. Insgesamt war es spannender als die Tabelle das vorher versprochen hatte, aber mit Glück und Geschick konnten wir Kurs auf das Halbfinale halten, zumal Mainz gleichzeitig München besiegt und somit die Bühne für einen Showdown bereitet hatte.


3. Spiel: Dead Sox vs. Mainz Sputniks 15-3

Tja, an sich doch eine unmögliche Sache: Mainz hatte München geschlagen, wir hatten deutlich verloren... das war nicht leicht. Andererseits hatten wir gegen Mainz eigentlich immer gut ausgesehen und brauchten nach der Endrundenarithmetik „nur“ zu gewinnen, da Mainz München höher geschlagen hatte die Krasshoppers uns. Entsprechend gingen wir konzentriert und erstmals an diesem Spieltag auch mit einigem Nachdruck an den Schlag und beantworteten die beiden Runs der Sputniks in den ersten beiden Innings mit 11 Punkten, die mal spektakulär (Homerun von Triller) und mal nicht so spektakulär (RBI Walk) erzielt wurden. Für unsere Mainzer Freunde um unseren Ex-Coach Florian wurde es nun aber langsam brenzlig, denn zu hoch durften sie nicht verlieren, um nicht selbst das Halbfinale zu verpassen. Genau dies gelang aber nicht, Mainz punktete zwar spektakulär ausschließlich auf Homeruns, aber die drei Punkte reichten nicht, um einen Platz im Halbfinale zu sichern. Dortmund machte es gegen München zwar noch einmal richtig spannend, aber letztlich waren die Mainzer nach zwei Siegen zum Auftakt die tragischen Figuren des ersten Turniertags, während wir –ziemlich holprig- tatsächlich unsere Vorrundengruppe gewannen und am nächsten Morgen das erste Spiel bestreiten durften, wie sich später herausstellte gegen Erlangen.


Vor diesem Spiel galt es aber zunächst einmal zu feiern, ich selbst war zwar noch auf einer anderen Party aber als ich gegen Mitternacht zurückkehrte fand ich das Team grillend und vor AWACS Strahlung geschützt vor und die Stimmung war brilliant. Im Laufe des Abends wurde noch eine schnelle Runde Flunkyball gespielt, Marburg (ja, die waren auch da!) bot ein starkes Team auf und konnte gegen unsere Truppe obsiegen, danach gesellten wir uns zu den anderen Spielern am Bierpilz, der, wie uns zur Last gelegt wird, hinterher nur noch ein Pilz war, denn es gab kein Pils mehr. Nun, wie auch immer, ziemlich früh und etwas zerknittert stürzten wir uns am nächsten Morgen auf das NATO Frühstücksbuffet und danach auf die XTerminators aus Erlangen... beides mit dem gewünschten Ausgang.



Halbfinale: Dead Sox vs. Erlangen XTerminators 17-15

OK, ein Halbfinale ist nie leicht zu spielen, aber Erlangen durfte man als Mitfavorit bezeichnen und bei unserem einzigen Aufeinandertreffen in dieser Saison hatten wir gegen ein fehlerfreies Erlanger Team mit Karim, einem weiteren Ex-Coach der Sox, wirklich sehr schlecht ausgesehen: kurz und gut, wir mussten etwas zeigen. Nach dem ersten Inning zogen wir Bilanz und konnten mit Überzeugung sagen, dass wir etwas gezeigt hatten: einen Grand Slam von Sok, Geduld am Schlag und satte 8 Punkte, denen wir im zweiten Durchgang noch weitere vier Runs folgen ließen. Erlangen mühte sich in der Offense nach Kräften, aber mehr als vier Punkte ließ Jens auf dem Mound nicht zu und wir lehnten uns entspannt und ziemlich siegessicher zurück. Das war allerdings ein Fehler, denn Erlangen steckte trotz des großen Rückstands kein bisschen auf und knabberte stetig an unserer Führung, bis dann im siebten Inning das Spiel auf Messers Schneide stand. Das war dann jedoch der Zeitpunkt, wo Andi und Bine ihren Auftritt hatten: der Tying Run stand an Eins, aber Andi konnte einen scharfen Groundball fielden, trat auf sein Base und warf rechtzeitig zur Eins, wo Bine trotz Kollision mit dem Baserunner das Aus machte und plötzlich waren alle Trümpfe in unserer Hand. Patrik fing dann letztlich den letzten Flyball zum Sieg und damit zum umjubelten Finaleinzug. Allerdings war dieser Sieg teuer erkauft, denn mit Roland verletzte sich einer unserer Schlüsselspieler am Knöchel und auch Triller hatte gesundheitliche Probleme, die er aber zum Glück in den Griff bekam und zum Finale spielbereit war.


Finale: Dead Sox at Münster Roadrunners: 5-15

Ein Finale gegen Münster... so schön kann die Welt sein. Gegen unsere Lieblingsgegner gewinnen wir zwar nicht oft, aber es sind immer schöne Spiele in netter Atmosphäre und hier und da schaffen wir es auch, mit unserer Defensive dem Offensivfeuerwerk der Roadrunners standzuhalten. Auch beim Finale sah es kurz so aus, aber dann...

Das erste Inning lief nach Maß, wir legten durch einen 2-RBI Double von Patrik vor und erzielten insgesamt drei Punkte gegen José, der im Gegensatz zu unserem erfahrenen Starter Jensä einen holprigen Start hinlegte. Im nächsten Inning gelang uns nur ein Single von Jensä, aber dann passierte leider, was gegen Münster immer passieren kann: 20 Minuten und 15 Batter später gingen wir zurück in den Dugout und hatten in einem Inning das Spiel verloren. Münster schlug entfesselt und erzielte 11 Runs, wir konnten defensiv nicht dagegenhalten und kamen nicht raus dem Inning. Wir versuchten noch einmal, zurück zu schlagen und das Spiel wieder spannend zu machen, aber Münster ließ nichts mehr zu und so kam es, dass zur Hälfte des fünften Innings ein Rückstand von 8 Runs zu Buche stand, wir durften also nur einen Run kassieren. Jens von Münster machte durch diese Rechnung einen Strich und schlug als zweiter Schlagmann einen 2-Run Walk-off Homer und wir mussten uns einem stärkeren Gegner geschlagen geben. Kein schöner Abschluss einer tollen Saison?

Nun ja... Vizemeister ist auch was, wir waren einem an diesem Nachmittag eindeutig besseren Gegner unterlegen und die Serie hält: die maximale Anzahl von Spielen seit Beginn der Aufzeichnungen. Und schließlich ist es das, was uns durch die Republik fahren lässt und antreibt, nach Bällen zu hechten und im Training Schweiß zu vergießen: der Spaß am Spiel.

 

Turnierbericht Bonn (23.05.2009)

Zum Spieltag in Bonn hatten die heimischen Bandits geladen und wir kamen gern, schließlich sind die Bonner nicht nur tolle Gastgeber sondern können auch den wohl schönsten Platz der College Series vorweisen. Als Gegner erwarteten uns noch die Marbug Monsters, immerhin Vorrundensieger der letzten Saison und traditionell offensivstark sowie die S-Cargos aus Karlsruhe, mit denen wir 2003 an gleicher Stelle ein nicht ganz uninteressantes Spielchen um die College Series Trophäe ausgetragen haben. Die Gastgeber aus Bonn sind seit Jahren eins der stärksten Teams der Liga, letztes Jahr kamen sie hinter Marburg auf Platz 2 aus der Vorrunde und dass sie auch dieses Jahr nicht gerade schwach aufgestellt sind hatten wir ja auch am ersten Spieltag deutlich zu spüren bekommen und eine ziemlich satte Niederlage mit aus Aachen gebracht. Viel Grübelarbeit lag also vor dem Trainerteam, aber immerhin konnten wir auf 14 SpielerInnen zurückgreifen, darunter unser Neuzugang Bine sowie Mo, Roland, Christoph, Sok und Freddy, die allesamt ihr Saisondebüt gaben.

Spiel 1: Dead Sox at Marburg: 23:10

Bei Kaiserwetter ging es in das erste Spiel des Tages, die Monsters waren mit einem großen Team angetreten und spielten schon um die letzte Chance auf eine Endrundenteilnahme, nachdem ihr zweiter Spieltag leider ohne Sieg zu Ende ging. Dennoch waren sie bereit, an unserer Stelle einen Fieldump für das Spiel Bonn-Karlsruhe zu stellen, wofür wir noch mal herzlich danken wollen. Wir durften uns also auf einiges gefasst machen, denn die Marschroute der Monsters sah schlicht und simpel drei Siege vor.

Auf unserer Seite setzten wir auf die Geschwindigkeit von Yvi’s Pitches und ein erfahrenes Field und nahmen uns vor, direkt mal etwas in der Offense zu zeigen und unseren Gegner so unter Druck zu setzen. Dies klappte auch ganz gut, Roland konnte als dritter Schlagmann Sok ins Ziel bringen und Thomas zeichnete mit einem Homer für zwei weitere Runs verantwortlich. Marburg konterte aber postwendend mit 4 Runs und mal wieder lagen wir nach dem ersten Inning hinten, immerhin aber dieses Mal mit einer schon klickenden Offense. Am Schlag ging es für uns dann auch munter weiter, im zweiten Inning ging es genau einmal durch die Lineup und 5 Runs kamen rein, im dritten Inning holten noch weitere 4 Punkte und die Defense stand beide Male sicher, jedoch hatte Yvi bei einem scharfen Comebacker Pech und wurde unter dem Knie getroffen, konnte aber unter dem fairen Applaus aller Anwesenden weiter spielen. Inning Nummer 4 lief für uns wieder gut, dieses Mal gab es von Roland eine Schönheit von einem Homerun (opposite field, gegen die Anzeigetafel) und noch mal 4 Runs, Marburg stemmte sich aber in der zweiten Hälfte eindrucksvoll mit einem Homer und drei Punkten dagegen. In der Addition stand es danach 16-7 für uns, ein Inning mit einem Punkt Vorsprung hätte für uns also den vorzeitigen Sieg bedeutet. Wir hängten uns also noch einmal mächtig rein und konnten satte 7 Punkte erzielen, mit einem Pitcherwechsel versuchten wir dann, den Offensivdrang der Marburger zu bremsen, Jens kam aber leider nicht mit dem Mound zurecht, so dass Jensä sich dann in der Closerrolle wiederfand und mehr als eindrucksvoll die Türe zuschmiss.

Besonders zu erwähnen ist ferner die Offensivshow von Andi, der sich anscheinend in Zahlensymbolik versuchte: Feldposition 5, 5 AB, 5 H, 5 R, 5 RBI, Note 1.

Spiel 2: Dead Sox vs. Karlsruhe S-Cargos 31:0

Als zweiter Gegner erwarteten uns die Karlsruher mit einem neu formierten Team, das noch Erfahrungen sammelt, was das Ergebnis relativiert. Insbesondere die Pitcherin der S-Cargos schien wie unsere Windmill-Pitcher zunächst ihre Schwierigkeiten mit dem sehr harten aber dennoch rutschigen Mound zu haben und servierte doch recht zahlreiche Walks, unsere Schlagleute bewiesen zunächst Disziplin und schlugen „nur die schönen“ Pitches, nach 15 Runs im ersten Inning war der Keks dann auch schnell gegessen. Bine spielte in dieser Partie erstmals (und wirklich sehr gut) in unseren Farben und Freddy hatte dabei seinen großen Auftritt, nach einem sauberen Single im ersten Schlagversuch schickte er nämlich seinen ersten Homerun über den nicht gerade kurz stehenden Leftfieldzaun und erwarb sich so das Recht, einen Kasten Bier zu spendieren.

Das zweite Inning lief ähnlich, es gab wieder einen Homer, diesmal von Nils, und 16 Runs, Karlruhe konnte in der Offense gegen Jensä und Sascha kaum Akzente setzen und hatte dann auch noch Pech und lief gleich in zwei Double Plays, das letzte davon beendete dann auch das Spiel.

Unser Respekt geht nach Karlsruhe, die offenbar viel Spaß zusammen hatten und trotz der Niederlage nicht deprimiert wirkten. Wir freuen uns schon auf unser nächstes Treffen.

3. Spiel: Dead Sox at Bonn Bandits: 12:7

Während unseres Spiels gegen Karlsruhe war auf dem Hauptplatz ein echter Krimi zwischen Bonn und Marburg im Gange, den wir uns, versorgt mit Hot Dogs und Getränken, genüsslich anschauten. Bonn konnte schließlich knapp die Oberhand behalten und uns schwante so langsam Böses, denn nach unserer Pause würden wir es nicht nur mit einem Gegner zu tun haben, an dessen Spielstärke wir uns in Aachen ja bekanntlich ganz schön die Zähne ausgebissen hatten, die Bandits waren nach ihrem Sieg noch dazu rotglühend, während wir in der langen Pause so richtig schön rauskommen konnten. Entsprechend machten wir uns ziemlich intensiv warm und versuchten, gut in Tritt zu kommen.

Zunächst durften wir mal schlagen, Sok kam als Leadoff auch auf Base, wurde dann aber vom Fieldump bei einem Steal ausgegeben. Danach übernahm Alex, die Pitcherin der Bandits, das Kommando und unsere nächsten zwei Schlagleute nahmen wieder auf der Bank Platz. Unser Starting Pitcher Jens nahm die Herausforderung an und erledigte mit zwei Strikeouts das erste Inning fast im Alleingang, nur das dritte Aus machte er nicht selbst, der Bonner Batter brachte aber nur einen Roller zu Kirschi an First Base zustande. Dennoch, wieder keine Punkte für uns und im zweiten Inning ging auch wenig, wir besetzten zwar die Bases aber Alex konnte Thomas bei zwei Aus ausstriken. Bonn machte es besser und holte zwei Punkte... und täglich grüßt das Murmeltier.

Im dritten Inning musste man sich dann fragen, was denn plötzlich in uns gefahren war, denn auf einmal klappte alles: es ging einmal durch die Lineup und auf einmal hatten wir sechs Punkte, so viele wie wir in Aachen Baserunner hatten. Damit war endlich der Knoten geplatzt, Bonn konterte zwar in den nächsten beiden Innings und holte sich die Führung zurück, aber bei uns machte sich dennoch Optimismus breit, denn wir spielten endlich wieder auf Augenhöhe und konnten auch in der Defense unsere Fähigkeiten zeigen. Bonn hatte zudem noch Pech, denn Jens traf Pitcherin Alex versehentlich mit einem Pitch und sie musste ausgewechselt werden, wobei Reliever Uli jetzt nicht unbedingt die leichtere Alternative darstellte, aber im sechsten Inning hatten wir uns auch an seine Pitches gewöhnt und erzielten weitere fünf unbeantwortete Punkte. Im Schlussinning mussten wir also 4 Punkte nach Hause bringen, unsere Offense legte noch einen Run drauf und Jens zog den Bandits den Zahn: von den letzten 11 Battern kamen nur zwei auf Base, im letzten Inning gar keiner mehr.

Das Fleißkärtchen für dieses Spiel erhält Roland mit einer makellosen Schlagbilanz und zum Cycle fehlte ihm „nur“ der Homerun.


Viel Dank nach Bonn für die perfekte Ausrichtung des Turniers und an unsere Gegner für tolle Spiele und netter Atmosphäre.

 

Turnierbericht Aachen (03.05.2009)

Düsseldorf Dead Sox, Aachen, 03.05.2009

Zum Auftakt der Saison 2009 führte unser Weg am 3. Mai auf den Aachener Königshügel, in diesem Jahr mit vielen neuen Gesichtern und einigen alten Bekannten. Die neuen Coaches Andi und Thomas boten mit 12 SpielerInnen ein kleines Team auf, das versuchen wollte, an den überragenden Saisonauftakt im letzten Jahr an gleicher Stelle anzuknüpfen. Ganz neu im Team waren Jocelyn und Nils, die sich mit tollen Leistungen hervorragend einfügten, außerdem freuten wir uns über die Rückkehr von Snake Viper Jens, der uns nach einer dreijährigen Auszeit wieder unterstützt. Komplettiert wurde das Team von Kirschi, Yvonne sowie den Veteranen Jensä und Sascha und den Sophomores Shung Chung, Adrian und Dominic. Später stieß dann noch Sok hinzu, blieb allerdings in Straßenkleidung. Die leider nicht sehr hohe Anzahl an Spielern bewirkte, dass die Aufstellungen einige Überraschungen boten und wir uns öfters in eher ungewohnten Rollen wiederfanden.

Als Gegner wurden uns mit den starken Teams aus Aachen, Bonn und Dortmund echte Prüfsteine zugeteilt und es entwickelten sich hochklassige und spannende Spiele.

Spiel 1: Dead Sox at Aixplosives 16-7

Mit dem Gastgeber aus Aachen bekamen wir es zunächst mit einer schwer einzuschätzenden Mannschaft zu tun, da sich das Gesicht der Aixplosives in den letzten Saisons doch sehr gewandelt hat. Als Pitcherin erwartete uns Sue, die mit flotten und sehr kontrollierten Pitches ein echter Prüfstein für die Offense ist. Die Schlagleute der Aachener können einem ohnehin einigen Respekt einflößen, so dass wir auf die Erfahrung von Jensä setzten und Thomas zu seinem ersten Einsatz als Catcher in den Lobster packten, damit mit Jens und Andi die linke Seite des Infields mit Routiniers besetzt werden konnte.

Als Gast durften wir aber erstmal schlagen, taten wir aber nicht, denn trotz zweier Baserunner mussten wir ohne Punkte wieder Platz nehmen, Aachen tat es sich leichter und erzielte im ersten Inning einen Run. Nach zwei weiteren verschlafenen Offenseversuchen und zwei Punkten von Aachen konnten wir im vierten Inning den Hebel endlich bewegen und plötzlich ging es ganz leicht: Double von Nils, Homer von Jensä hinterher (kostet einen Kasten Bier) und reichlich Singles bescherten uns neun Runs und das gute Gefühl, dass wohl doch etwas geht. Ab dem vierten Inning punkteten wir regelmäßig und Aachen fand nicht mehr den Anschluss, so dass wir im Schlussabschnitt beruhigende neun Punkte nach Hause bringen mussten. Jensä ließ aber gleich gar keinen mehr zu und der wichtige erste Sieg war geschafft. Offensiv konnte Jensä mit seinem Homer und einem weiteren sehr weiten Schlag ins Leftfield überzeugen, Nils kam makellos mit 5-5 bei einem –ungeheuer weiten- Homer durch das Spiel, auch Andi überzeugte mit 4-5 und einem Homer und von den durchweg guten Leistungen der anderen möchte ich an dieser Stelle Dominic hervorheben, der jedes Mal auf Base kam.

Spiel 2: Dead Sox at Bonn Bandits 1-11

Mit dem guten Gefühl eines gelungenen Auftakts gingen wir wohlgelaunt in das Spiel gegen die Bandits, auch wenn uns mit Alex auf der Pitcherposition eine der besten Pitcherinnen in der Series erwartete. Wir haben aber auch eine der besten Pitcherinnen der Series, Yvonne versuchte, im Team mit Andi die Batter der Bandits in Schach zu halten und lieferte auch ein gutes Spiel ab. Elf kassierte Runs sind zwar sicher nicht wenig, aber die Bonner Offense zeigte halt ein gutes Spiel und sie punkten eigentlich immer zweistellig. Unsere Offense hingegen erwischte zwar einen vielversprechenden Start, aber nach einem Basecoachingfehler mussten wir in aussichtsreicher Position mit nur einem Punkt Vorlieb nehmen und danach gelang absolut gar nichts mehr. Insgesamt haben wir nur sechs Runner auf den Bases gehabt und so kann man gegen keinen Gegner in der College Series bestehen. Dies soll keineswegs die Leistung der Bonner, speziell von Alex schmälern, aber wir haben es schlicht und einfach nicht auf die Reihe bekommen. Nächstes Spiel.

Spiel 3: Dortmund Dragons at Dead Sox 3-13

Zum Abschluss des Spieltages boten wir Jens als Starting Pitcher auf, um es mit den Dragons, die Bonn im ersten Spiel besiegen konnten aufzunehmen. Als Heimteam durften wir dieses Mal nachschlagen und Dortmund legte direkt mal mit einem erfolgreichen Halbinning und einem Run los, unsere Offense zeigte zum Glück aber eine eindrucksvolle Reaktion und Nils seinen zweiten Homerun des Tages, erneut deutlich ins Rightfield des anderen Spielfeldes. Der Rest des Spiels ist dann schon schnell erzählt, Jens hielt die Dortmunder Schlagleute an der Kette und unsere Offense klickte als wäre nichts gewesen, jedes Inning brachte einige Punkte und nach sechs Innings war unser Vorsprung dann auf 8 Punkte angewachsen, so dass wir im Nachschlag nur zwei Punkte für ein vorzeitiges Spielende benötigten. Andi kam als dritter Schlagmann und beförderte mit einem Double Dominic nach Hause, Nils war als Letzter dran, aber konnte sich nicht mehr in Szene setzen, weil dem Dortmunder Pitcher ein Pitch misslang und Sascha schließlich zum Sieg über die Platte lief.

Offensiv erwischten Sascha, Thomas und Dominic ein gutes Spiel und erreichten jedes Mal das erste Base, aber auch die anderen Batter kamen durchweg gut zurecht und lieferten ähnliche Erfolgsquoten ab.

Dominic ist dennoch hervorzuheben, denn er hat an diesem Spieltag tatsächlich einen perfekten Schnitt von 6-6 und zwei Walks zustande gebracht.

Auch unsere Neulinge Nils und Joss zeigten tolle Leistungen und Jens pitchte, als hätte er nie pausiert. Der andere Jens konnte seine Siegesserie weiter ausbauen und angesichts der Tatsache, dass wir in der Defense in dieser Besetzung noch nie auch nur ähnlich aufgestellt waren ist dieses Turnier sicher als Erfolg zu werten.


Spielberichte von Thomas Seegers, 2009.