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Spielberichte
Turnierbericht: College Series Endrunde auf der NATO
Air Base Geilenkirchen, 4.+5. Juli 2009
Ein neues Jahr, ein altes Ziel: auch in
diesem Jahr wollten die Dead Sox mit der maximalen Anzahl von Spielen
die Saison abschließen, dazu war bei der Endrunde auf für die meisten
Sox neuem Terrain der Halbfinaleinzug nötig. Andi und Thomas hatten
dabei die Qual der Wahl aus 17 Spielern, die dieses Ziel erreichen
wollten, nämlich unseren Neulingen Sabine, Nils, Jocelyn und Patrick,
den Sophomores Dominic, Mo und Shung Chung und den erfahrenen Kräften
Yvi, Kirsten, Sascha, Sok, Jensä, Roland, Christoph sowie unserem
Rückkehrer Jens. Es fehlten aus studentischen Grüßen Freddy und Adrian,
dafür wurde unser Team durch unsere Fans Verena, Martina, Sonja, Felix,
Mic und Claus verstärkt.
In dieser Besetzung wollten wir zunächst einmal unsere Vorrundengruppe
erfolgreich gestalten, die aus uns, den Munich Krasshoppers, den Mainz
Sputniks und den Dortmund Dragons bestand. Alle diese Teams hatten wir
im Laufe der Saison besiegt, so dass Optimismus herrschte, unser
Minimalziel zu erreichen.
1. Spiel: Dead Sox at Munich Krasshoppers: 1-5
Die Krasshoppers aus München mit ihrem
Raketenwerfer Marco sind sicherlich einer der unangenehmsten
Auftaktgegner in einer Endrunde, denn man muss sich wirklich jeden
kleinen Run mühsam erarbeiten, auf Fehler der Defense braucht man bei
München jedenfalls gar nicht erst zu hoffen. Dennoch hofften wir auf
einen guten Start, leider kam es aber anders. Die ersten sechs Batter
schafften es nicht, auf Base zu kommen, glücklicherweise galt das aber
auch für die Münchener. Im dritten Inning tat sich dann endlich ein
wenig auf den Bases, Thomas konnte den ersten Hit und nach Yvis Single
auch den ersten Run verbuchen. München brachte gegen Jens weiterhin
wenig zustande und wir hofften, unseren Vorsprung ausbauen zu können.
Leider kam es aber anders, im vierten und sechsten Inning gelangen
München 5 Runs, auf die unsere Offense keine Antwort mehr parat hatte
und somit fanden wir uns bei schon brütenden Temperaturen mit dem Rücken
zur Wand wieder.
2. Spiel: Dead Sox vs. Dortmund Dragons: 13-12
Dortmund Dragons hießen unsere nächsten
Gegner und die Wetten für ein actionreiches Spiel standen gut, denn die
Dragons boten die zweitbeste Offense der Vorrunde auf, während wir die
beste Defense aber auch den drittbesten Angriff vorweisen konnten. Für
unsere Verteidigung interessierten sich die Dragons aber offenbar nicht
sonderlich, stattdessen begannen sie gegen Yvis an sich starkes Pitching
mit Volldampf und schenkten uns erstmal sechs Runs ein. Das hatten wir
uns natürlich anders vorgestellt, aber nun hieß es zurückzuschlagen und
zum Glück gelang das auch recht gut, zumal Dortmund einem Rookie den
Mound anvertraut hatte und auch in der Offense zunehmend schlechter
gegen Yvi und später Jensä aussah. Es dauerte aber bis zum Ende des
dritten Innings, bis wir uns durch einen Homer von Andi eine Führung von
einem Punkt erkämpft hatten. Diese konnte Dortmund zwar ausgleichen,
aber ab diesem Zeitpunkt gelang es den Dragons nicht mehr, über ein
Unentschieden hinauszukommen, das wir im Nachschlag jeweils wieder in
eine Führung umwandeln konnten. Insgesamt war es spannender als die
Tabelle das vorher versprochen hatte, aber mit Glück und Geschick
konnten wir Kurs auf das Halbfinale halten, zumal Mainz gleichzeitig
München besiegt und somit die Bühne für einen Showdown bereitet hatte.
3. Spiel: Dead Sox vs. Mainz Sputniks 15-3
Tja, an sich doch eine unmögliche Sache:
Mainz hatte München geschlagen, wir hatten deutlich verloren... das war
nicht leicht. Andererseits hatten wir gegen Mainz eigentlich immer gut
ausgesehen und brauchten nach der Endrundenarithmetik „nur“ zu gewinnen,
da Mainz München höher geschlagen hatte die Krasshoppers uns.
Entsprechend gingen wir konzentriert und erstmals an diesem Spieltag
auch mit einigem Nachdruck an den Schlag und beantworteten die beiden
Runs der Sputniks in den ersten beiden Innings mit 11 Punkten, die mal
spektakulär (Homerun von Triller) und mal nicht so spektakulär (RBI
Walk) erzielt wurden. Für unsere Mainzer Freunde um unseren Ex-Coach
Florian wurde es nun aber langsam brenzlig, denn zu hoch durften sie
nicht verlieren, um nicht selbst das Halbfinale zu verpassen. Genau dies
gelang aber nicht, Mainz punktete zwar spektakulär ausschließlich auf
Homeruns, aber die drei Punkte reichten nicht, um einen Platz im
Halbfinale zu sichern. Dortmund machte es gegen München zwar noch einmal
richtig spannend, aber letztlich waren die Mainzer nach zwei Siegen zum
Auftakt die tragischen Figuren des ersten Turniertags, während wir
–ziemlich holprig- tatsächlich unsere Vorrundengruppe gewannen und am
nächsten Morgen das erste Spiel bestreiten durften, wie sich später
herausstellte gegen Erlangen.
Vor diesem Spiel galt es aber zunächst einmal zu feiern, ich selbst war
zwar noch auf einer anderen Party aber als ich gegen Mitternacht
zurückkehrte fand ich das Team grillend und vor AWACS Strahlung
geschützt vor und die Stimmung war brilliant. Im Laufe des Abends wurde
noch eine schnelle Runde Flunkyball gespielt, Marburg (ja, die waren
auch da!) bot ein starkes Team auf und konnte gegen unsere Truppe
obsiegen, danach gesellten wir uns zu den anderen Spielern am Bierpilz,
der, wie uns zur Last gelegt wird, hinterher nur noch ein Pilz war, denn
es gab kein Pils mehr. Nun, wie auch immer, ziemlich früh und etwas
zerknittert stürzten wir uns am nächsten Morgen auf das NATO
Frühstücksbuffet und danach auf die XTerminators aus Erlangen... beides
mit dem gewünschten Ausgang.
Halbfinale: Dead Sox vs. Erlangen XTerminators 17-15
OK, ein Halbfinale ist nie leicht zu
spielen, aber Erlangen durfte man als Mitfavorit bezeichnen und bei
unserem einzigen Aufeinandertreffen in dieser Saison hatten wir gegen
ein fehlerfreies Erlanger Team mit Karim, einem weiteren Ex-Coach der
Sox, wirklich sehr schlecht ausgesehen: kurz und gut, wir mussten etwas
zeigen. Nach dem ersten Inning zogen wir Bilanz und konnten mit
Überzeugung sagen, dass wir etwas gezeigt hatten: einen Grand Slam von
Sok, Geduld am Schlag und satte 8 Punkte, denen wir im zweiten Durchgang
noch weitere vier Runs folgen ließen. Erlangen mühte sich in der Offense
nach Kräften, aber mehr als vier Punkte ließ Jens auf dem Mound nicht zu
und wir lehnten uns entspannt und ziemlich siegessicher zurück. Das war
allerdings ein Fehler, denn Erlangen steckte trotz des großen Rückstands
kein bisschen auf und knabberte stetig an unserer Führung, bis dann im
siebten Inning das Spiel auf Messers Schneide stand. Das war dann jedoch
der Zeitpunkt, wo Andi und Bine ihren Auftritt hatten: der Tying Run
stand an Eins, aber Andi konnte einen scharfen Groundball fielden, trat
auf sein Base und warf rechtzeitig zur Eins, wo Bine trotz Kollision mit
dem Baserunner das Aus machte und plötzlich waren alle Trümpfe in
unserer Hand. Patrik fing dann letztlich den letzten Flyball zum Sieg
und damit zum umjubelten Finaleinzug. Allerdings war dieser Sieg teuer
erkauft, denn mit Roland verletzte sich einer unserer Schlüsselspieler
am Knöchel und auch Triller hatte gesundheitliche Probleme, die er aber
zum Glück in den Griff bekam und zum Finale spielbereit war.
Finale: Dead Sox at Münster Roadrunners: 5-15
Ein Finale gegen Münster... so schön kann
die Welt sein. Gegen unsere Lieblingsgegner gewinnen wir zwar nicht oft,
aber es sind immer schöne Spiele in netter Atmosphäre und hier und da
schaffen wir es auch, mit unserer Defensive dem Offensivfeuerwerk der
Roadrunners standzuhalten. Auch beim Finale sah es kurz so aus, aber
dann...
Das erste Inning lief nach Maß, wir legten durch einen 2-RBI Double von
Patrik vor und erzielten insgesamt drei Punkte gegen José, der im
Gegensatz zu unserem erfahrenen Starter Jensä einen holprigen Start
hinlegte. Im nächsten Inning gelang uns nur ein Single von Jensä, aber
dann passierte leider, was gegen Münster immer passieren kann: 20
Minuten und 15 Batter später gingen wir zurück in den Dugout und hatten
in einem Inning das Spiel verloren. Münster schlug entfesselt und
erzielte 11 Runs, wir konnten defensiv nicht dagegenhalten und kamen
nicht raus dem Inning. Wir versuchten noch einmal, zurück zu schlagen
und das Spiel wieder spannend zu machen, aber Münster ließ nichts mehr
zu und so kam es, dass zur Hälfte des fünften Innings ein Rückstand von
8 Runs zu Buche stand, wir durften also nur einen Run kassieren. Jens
von Münster machte durch diese Rechnung einen Strich und schlug als
zweiter Schlagmann einen 2-Run Walk-off Homer und wir mussten uns einem
stärkeren Gegner geschlagen geben. Kein schöner Abschluss einer tollen
Saison?
Nun ja... Vizemeister ist auch was, wir waren einem an diesem Nachmittag
eindeutig besseren Gegner unterlegen und die Serie hält: die maximale
Anzahl von Spielen seit Beginn der Aufzeichnungen. Und schließlich ist
es das, was uns durch die Republik fahren lässt und antreibt, nach
Bällen zu hechten und im Training Schweiß zu vergießen: der Spaß am
Spiel.
Turnierbericht Bonn (23.05.2009)
Zum Spieltag in Bonn
hatten die heimischen Bandits geladen und wir kamen gern, schließlich
sind die Bonner nicht nur tolle Gastgeber sondern können auch den wohl
schönsten Platz der College Series vorweisen. Als Gegner erwarteten uns
noch die Marbug Monsters, immerhin Vorrundensieger der letzten Saison
und traditionell offensivstark sowie die S-Cargos aus Karlsruhe, mit
denen wir 2003 an gleicher Stelle ein nicht ganz uninteressantes
Spielchen um die College Series Trophäe ausgetragen haben. Die Gastgeber
aus Bonn sind seit Jahren eins der stärksten Teams der Liga, letztes
Jahr kamen sie hinter Marburg auf Platz 2 aus der Vorrunde und dass sie
auch dieses Jahr nicht gerade schwach aufgestellt sind hatten wir ja
auch am ersten Spieltag deutlich zu spüren bekommen und eine ziemlich
satte Niederlage mit aus Aachen gebracht. Viel Grübelarbeit lag also vor
dem Trainerteam, aber immerhin konnten wir auf 14 SpielerInnen
zurückgreifen, darunter unser Neuzugang Bine sowie Mo, Roland,
Christoph, Sok und Freddy, die allesamt ihr Saisondebüt gaben.
Spiel 1: Dead Sox at Marburg: 23:10
Bei Kaiserwetter ging es in das erste Spiel des Tages, die Monsters
waren mit einem großen Team angetreten und spielten schon um die letzte
Chance auf eine Endrundenteilnahme, nachdem ihr zweiter Spieltag leider
ohne Sieg zu Ende ging. Dennoch waren sie bereit, an unserer Stelle
einen Fieldump für das Spiel Bonn-Karlsruhe zu stellen, wofür wir noch
mal herzlich danken wollen. Wir durften uns also auf einiges gefasst
machen, denn die Marschroute der Monsters sah schlicht und simpel drei
Siege vor.
Auf unserer Seite setzten wir auf die Geschwindigkeit von Yvi’s Pitches
und ein erfahrenes Field und nahmen uns vor, direkt mal etwas in der
Offense zu zeigen und unseren Gegner so unter Druck zu setzen. Dies
klappte auch ganz gut, Roland konnte als dritter Schlagmann Sok ins Ziel
bringen und Thomas zeichnete mit einem Homer für zwei weitere Runs
verantwortlich. Marburg konterte aber postwendend mit 4 Runs und mal
wieder lagen wir nach dem ersten Inning hinten, immerhin aber dieses Mal
mit einer schon klickenden Offense. Am Schlag ging es für uns dann auch
munter weiter, im zweiten Inning ging es genau einmal durch die Lineup
und 5 Runs kamen rein, im dritten Inning holten noch weitere 4 Punkte
und die Defense stand beide Male sicher, jedoch hatte Yvi bei einem
scharfen Comebacker Pech und wurde unter dem Knie getroffen, konnte aber
unter dem fairen Applaus aller Anwesenden weiter spielen. Inning Nummer
4 lief für uns wieder gut, dieses Mal gab es von Roland eine Schönheit
von einem Homerun (opposite field, gegen die Anzeigetafel) und noch mal
4 Runs, Marburg stemmte sich aber in der zweiten Hälfte eindrucksvoll
mit einem Homer und drei Punkten dagegen. In der Addition stand es
danach 16-7 für uns, ein Inning mit einem Punkt Vorsprung hätte für uns
also den vorzeitigen Sieg bedeutet. Wir hängten uns also noch einmal
mächtig rein und konnten satte 7 Punkte erzielen, mit einem
Pitcherwechsel versuchten wir dann, den Offensivdrang der Marburger zu
bremsen, Jens kam aber leider nicht mit dem Mound zurecht, so dass Jensä
sich dann in der Closerrolle wiederfand und mehr als eindrucksvoll die
Türe zuschmiss.
Besonders zu erwähnen ist ferner die Offensivshow von Andi, der sich
anscheinend in Zahlensymbolik versuchte: Feldposition 5, 5 AB, 5 H, 5 R,
5 RBI, Note 1.
Spiel 2: Dead Sox vs. Karlsruhe S-Cargos 31:0
Als zweiter Gegner erwarteten uns die Karlsruher mit einem neu
formierten Team, das noch Erfahrungen sammelt, was das Ergebnis
relativiert. Insbesondere die Pitcherin der S-Cargos schien wie unsere
Windmill-Pitcher zunächst ihre Schwierigkeiten mit dem sehr harten aber
dennoch rutschigen Mound zu haben und servierte doch recht zahlreiche
Walks, unsere Schlagleute bewiesen zunächst Disziplin und schlugen „nur
die schönen“ Pitches, nach 15 Runs im ersten Inning war der Keks dann
auch schnell gegessen. Bine spielte in dieser Partie erstmals (und
wirklich sehr gut) in unseren Farben und Freddy hatte dabei seinen
großen Auftritt, nach einem sauberen Single im ersten Schlagversuch
schickte er nämlich seinen ersten Homerun über den nicht gerade kurz
stehenden Leftfieldzaun und erwarb sich so das Recht, einen Kasten Bier
zu spendieren.
Das zweite Inning lief ähnlich, es gab wieder einen Homer, diesmal von
Nils, und 16 Runs, Karlruhe konnte in der Offense gegen Jensä und Sascha
kaum Akzente setzen und hatte dann auch noch Pech und lief gleich in
zwei Double Plays, das letzte davon beendete dann auch das Spiel.
Unser Respekt geht nach Karlsruhe, die offenbar viel Spaß zusammen
hatten und trotz der Niederlage nicht deprimiert wirkten. Wir freuen uns
schon auf unser nächstes Treffen.
3. Spiel: Dead Sox at Bonn Bandits: 12:7
Während unseres Spiels gegen Karlsruhe war auf dem Hauptplatz ein echter
Krimi zwischen Bonn und Marburg im Gange, den wir uns, versorgt mit Hot
Dogs und Getränken, genüsslich anschauten. Bonn konnte schließlich knapp
die Oberhand behalten und uns schwante so langsam Böses, denn nach
unserer Pause würden wir es nicht nur mit einem Gegner zu tun haben, an
dessen Spielstärke wir uns in Aachen ja bekanntlich ganz schön die Zähne
ausgebissen hatten, die Bandits waren nach ihrem Sieg noch dazu
rotglühend, während wir in der langen Pause so richtig schön rauskommen
konnten. Entsprechend machten wir uns ziemlich intensiv warm und
versuchten, gut in Tritt zu kommen.
Zunächst durften wir mal schlagen, Sok kam als Leadoff auch auf Base,
wurde dann aber vom Fieldump bei einem Steal ausgegeben. Danach übernahm
Alex, die Pitcherin der Bandits, das Kommando und unsere nächsten zwei
Schlagleute nahmen wieder auf der Bank Platz. Unser Starting Pitcher
Jens nahm die Herausforderung an und erledigte mit zwei Strikeouts das
erste Inning fast im Alleingang, nur das dritte Aus machte er nicht
selbst, der Bonner Batter brachte aber nur einen Roller zu Kirschi an
First Base zustande. Dennoch, wieder keine Punkte für uns und im zweiten
Inning ging auch wenig, wir besetzten zwar die Bases aber Alex konnte
Thomas bei zwei Aus ausstriken. Bonn machte es besser und holte zwei
Punkte... und täglich grüßt das Murmeltier.
Im dritten Inning musste man sich dann fragen, was denn plötzlich in uns
gefahren war, denn auf einmal klappte alles: es ging einmal durch die
Lineup und auf einmal hatten wir sechs Punkte, so viele wie wir in
Aachen Baserunner hatten. Damit war endlich der Knoten geplatzt, Bonn
konterte zwar in den nächsten beiden Innings und holte sich die Führung
zurück, aber bei uns machte sich dennoch Optimismus breit, denn wir
spielten endlich wieder auf Augenhöhe und konnten auch in der Defense
unsere Fähigkeiten zeigen. Bonn hatte zudem noch Pech, denn Jens traf
Pitcherin Alex versehentlich mit einem Pitch und sie musste
ausgewechselt werden, wobei Reliever Uli jetzt nicht unbedingt die
leichtere Alternative darstellte, aber im sechsten Inning hatten wir uns
auch an seine Pitches gewöhnt und erzielten weitere fünf unbeantwortete
Punkte. Im Schlussinning mussten wir also 4 Punkte nach Hause bringen,
unsere Offense legte noch einen Run drauf und Jens zog den Bandits den
Zahn: von den letzten 11 Battern kamen nur zwei auf Base, im letzten
Inning gar keiner mehr.
Das Fleißkärtchen für dieses Spiel erhält Roland mit einer makellosen
Schlagbilanz und zum Cycle fehlte ihm „nur“ der Homerun.
Viel Dank nach Bonn für die perfekte Ausrichtung des Turniers und an
unsere Gegner für tolle Spiele und netter Atmosphäre.
Turnierbericht Aachen (03.05.2009)

Zum Auftakt der Saison 2009 führte unser Weg am 3. Mai
auf den Aachener Königshügel, in diesem Jahr mit vielen neuen Gesichtern
und einigen alten Bekannten. Die neuen Coaches Andi und Thomas boten mit
12 SpielerInnen ein kleines Team auf, das versuchen wollte, an den
überragenden Saisonauftakt im letzten Jahr an gleicher Stelle
anzuknüpfen. Ganz neu im Team waren Jocelyn und Nils, die sich mit
tollen Leistungen hervorragend einfügten, außerdem freuten wir uns über
die Rückkehr von Snake Viper Jens, der uns nach einer dreijährigen
Auszeit wieder unterstützt. Komplettiert wurde das Team von Kirschi,
Yvonne sowie den Veteranen Jensä und Sascha und den Sophomores Shung
Chung, Adrian und Dominic. Später stieß dann noch Sok hinzu, blieb
allerdings in Straßenkleidung. Die leider nicht sehr hohe Anzahl an
Spielern bewirkte, dass die Aufstellungen einige Überraschungen boten
und wir uns öfters in eher ungewohnten Rollen wiederfanden.
Als Gegner wurden uns mit den starken Teams aus Aachen, Bonn und
Dortmund echte Prüfsteine zugeteilt und es entwickelten sich
hochklassige und spannende Spiele.
Spiel 1: Dead Sox at Aixplosives 16-7
Mit dem Gastgeber aus Aachen bekamen wir es zunächst
mit einer schwer einzuschätzenden Mannschaft zu tun, da sich das Gesicht
der Aixplosives in den letzten Saisons doch sehr gewandelt hat. Als
Pitcherin erwartete uns Sue, die mit flotten und sehr kontrollierten
Pitches ein echter Prüfstein für die Offense ist. Die Schlagleute der
Aachener können einem ohnehin einigen Respekt einflößen, so dass wir auf
die Erfahrung von Jensä setzten und Thomas zu seinem ersten Einsatz als
Catcher in den Lobster packten, damit mit Jens und Andi die linke Seite
des Infields mit Routiniers besetzt werden konnte.
Als Gast durften wir aber erstmal schlagen, taten wir aber nicht, denn
trotz zweier Baserunner mussten wir ohne Punkte wieder Platz nehmen,
Aachen tat es sich leichter und erzielte im ersten Inning einen Run.
Nach zwei weiteren verschlafenen Offenseversuchen und zwei Punkten von
Aachen konnten wir im vierten Inning den Hebel endlich bewegen und
plötzlich ging es ganz leicht: Double von Nils, Homer von Jensä
hinterher (kostet einen Kasten Bier) und reichlich Singles bescherten
uns neun Runs und das gute Gefühl, dass wohl doch etwas geht. Ab dem
vierten Inning punkteten wir regelmäßig und Aachen fand nicht mehr den
Anschluss, so dass wir im Schlussabschnitt beruhigende neun Punkte nach
Hause bringen mussten. Jensä ließ aber gleich gar keinen mehr zu und der
wichtige erste Sieg war geschafft. Offensiv konnte Jensä mit seinem
Homer und einem weiteren sehr weiten Schlag ins Leftfield überzeugen,
Nils kam makellos mit 5-5 bei einem –ungeheuer weiten- Homer durch das
Spiel, auch Andi überzeugte mit 4-5 und einem Homer und von den durchweg
guten Leistungen der anderen möchte ich an dieser Stelle Dominic
hervorheben, der jedes Mal auf Base kam.
Spiel 2: Dead Sox at Bonn Bandits 1-11
Mit dem guten Gefühl eines gelungenen Auftakts gingen
wir wohlgelaunt in das Spiel gegen die Bandits, auch wenn uns mit Alex
auf der Pitcherposition eine der besten Pitcherinnen in der Series
erwartete. Wir haben aber auch eine der besten Pitcherinnen der Series,
Yvonne versuchte, im Team mit Andi die Batter der Bandits in Schach zu
halten und lieferte auch ein gutes Spiel ab. Elf kassierte Runs sind
zwar sicher nicht wenig, aber die Bonner Offense zeigte halt ein gutes
Spiel und sie punkten eigentlich immer zweistellig. Unsere Offense
hingegen erwischte zwar einen vielversprechenden Start, aber nach einem
Basecoachingfehler mussten wir in aussichtsreicher Position mit nur
einem Punkt Vorlieb nehmen und danach gelang absolut gar nichts mehr.
Insgesamt haben wir nur sechs Runner auf den Bases gehabt und so kann
man gegen keinen Gegner in der College Series bestehen. Dies soll
keineswegs die Leistung der Bonner, speziell von Alex schmälern, aber
wir haben es schlicht und einfach nicht auf die Reihe bekommen. Nächstes
Spiel.
Spiel 3: Dortmund Dragons at Dead Sox 3-13
Zum Abschluss des Spieltages boten wir Jens als
Starting Pitcher auf, um es mit den Dragons, die Bonn im ersten Spiel
besiegen konnten aufzunehmen. Als Heimteam durften wir dieses Mal
nachschlagen und Dortmund legte direkt mal mit einem erfolgreichen
Halbinning und einem Run los, unsere Offense zeigte zum Glück aber eine
eindrucksvolle Reaktion und Nils seinen zweiten Homerun des Tages,
erneut deutlich ins Rightfield des anderen Spielfeldes. Der Rest des
Spiels ist dann schon schnell erzählt, Jens hielt die Dortmunder
Schlagleute an der Kette und unsere Offense klickte als wäre nichts
gewesen, jedes Inning brachte einige Punkte und nach sechs Innings war
unser Vorsprung dann auf 8 Punkte angewachsen, so dass wir im Nachschlag
nur zwei Punkte für ein vorzeitiges Spielende benötigten. Andi kam als
dritter Schlagmann und beförderte mit einem Double Dominic nach Hause,
Nils war als Letzter dran, aber konnte sich nicht mehr in Szene setzen,
weil dem Dortmunder Pitcher ein Pitch misslang und Sascha schließlich
zum Sieg über die Platte lief.
Offensiv erwischten Sascha, Thomas und Dominic ein gutes Spiel und
erreichten jedes Mal das erste Base, aber auch die anderen Batter kamen
durchweg gut zurecht und lieferten ähnliche Erfolgsquoten ab.
Dominic ist dennoch hervorzuheben, denn er hat an
diesem Spieltag tatsächlich einen perfekten Schnitt von 6-6 und zwei
Walks zustande gebracht.
Auch unsere Neulinge Nils und Joss zeigten tolle Leistungen und Jens
pitchte, als hätte er nie pausiert. Der andere Jens konnte seine
Siegesserie weiter ausbauen und angesichts der Tatsache, dass wir in der
Defense in dieser Besetzung noch nie auch nur ähnlich aufgestellt waren
ist dieses Turnier sicher als Erfolg zu werten.
Spielberichte von Thomas Seegers, 2009.